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Kontron geplante Verschmelzung 17.12.2001
aktiencheck.de
Die beiden in angrenzenden Segmenten der Embedded Computer-Technologie (ECT) führenden Unternehmen Kontron Embedded Computers AG (WKN 523990), Eching bei München, und JUMPtec Industrielle Computertechnik AG (WKN 609060), Deggendorf, wollen sich zusammenschließen und damit in neue Markt-Dimensionen vorstoßen. Näheres entnehmen Sie bitte der aktuellen Pressemitteilung:
Mit dem Verschmelzungsbeschluss der Vorstände und Aufsichtsräte der beiden am Neuen Markt der Deutschen Börse notierten Unternehmen Mitte letzter Woche wird - vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlungen - der mit Abstand weltweit größte ECT-Anbieter entstehen, der darüber hinaus erstmals die gesamte Produkt- und Wertschöpfungskette in diesem Bereich abdeckt. Embedded Computer sind miniaturisierte, selbständig handelnde intelligente Einheiten zur Steuerung von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Applikationen. Dieser Markt für Embedded Computer ist bereits seit einigen Jahren einer der wachstumsstärksten der Welt.
Zusätzliche Potenziale und Impulse wollen sich Kontron und JUMPtec mit dem Zusammenschluss vor allem durch den immer stärker werdenden Outsourcing-Trend erschließen. Firmeninterne, individuelle ECT-Lösungen mit entsprechendem Outsourcing-Potenzial machen bisher etwa 85 Prozent des gesamten ECT-Marktes aus. Embedded Komponenten und Systeme, wie sie Kontron und JUMPtec anbieten, bilden mit 15 Prozent Marktanteil ein Gesamtvolumen von ca. 4,5 Mrd. Euro. "Viele Unternehmen entwickeln derzeit für ihre Anlagen und Maschinen die Steuerung in aufwändigen Entwicklungsprozessen noch individuell. In der Auslagerung dieses Bereichs an externe ECT-Spezialisten wie uns, die die gesamte Technologie abdecken können, sehen wir ein sehr großes Potenzial. Mit dem Zusammenschluss schaffen wir hierfür die besten Voraussetzungen", erklärten die beiden Vorstandsvorsitzenden Hannes Niederhauser (Kontron) und Hans Mühlbauer (JUMPtec) auf der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Unternehmen in München.
Insgesamt gehen die beiden Vorstände nach der Fusion, die bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein soll, von einem bis zu 40-prozentigen Umsatzwachstum im nächsten Jahr aus. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2002 würde dies einen gemeinsamen Jahresumsatz von 375 bis 400 Mio. Euro bedeuten (2001 Kontron und JUMPtec gesamt: 270 Mio. Euro). Auf der Ergebnisseite wird eine EBITDA-Marge zwischen 10 und 12 Prozent in den nächsten beiden Jahren prognostiziert. Das Synergiepotenzial für 2002 und 2003 wird auf 25 Mio. Euro beziffert, insbesondere durch Kosteneinsparungen im Vertrieb, dem Einkauf sowie der Forschung und Entwicklung. Mit der neuen Gesellschaft, die voraussichtlich unter 'Kontron' firmieren wird, entsteht auch ein neues Schwergewicht im Neuen Markt: Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 500 Mio. Euro, einem Freefloat von über 85 Prozent und einem weiter gesteigerten Handelsvolumen wird man sich zu den zehn Top-Nemax-Werten rechnen können.
Verschmelzungsrelation entspricht ca. drei JUMPtec-Aktien zu zwei Kontron-Aktien:
Auf der Basis eines gemeinsamen vorläufigen Bewertungsgutachtens der jeweiligen Abschlussprüfer wurde, bezogen auf die aktuelle Aktienzahl der beiden Unternehmen, ein vorläufiges Verschmelzungsverhältnis von ca. drei Aktien der JUMPtec AG zu zwei Aktien der Kontron AG ermittelt. Die jüngste Kapitalerhöhung bei Kontron aus bereits von der Hauptversammlung im Juni 2001 genehmigtem Kapital mit einem Netto-Zufluss von ca. 30 Mio Euro wird, so Vorstand Niederhauser, auf diese Relation keinen Einfluss haben. Die notarielle Beurkundung des Verschmelzungsvertrages ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen. Nach Abschluss der Verschmelzungsprüfung durch den gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer soll der Vertrag den Hauptversammlungen der beiden Unternehmen möglichst rasch, spätestens bis Mitte nächsten Jahres, zur Zustimmung vorgelegt werden. Das komplette Management-Team beider Unternehmen wird auch der zukünftigen Firma zur Verfügung stehen. CEO soll Hannes Niederhauser werden. Für den Integrationsprozess der beiden Unternehmensorganisationen gibt man sich sehr zuversichtlich: "Die langjährige menschliche, funktionale und geografische Nähe der beiden Managementteams wird uns diesen Prozess erheblich erleichtern", sagte JUMPtec-Vorstand Hans Mühlbauer. Darüber hinaus seien die Vorstände seit über 10 Jahren als Pioniere in der ECT-Industrie tätig.
Verschmelzung nach US-GAAP:
Bilanztechnisch soll die Verschmelzung nach US-GAAP (purchase accounting) erfolgen: Mit dem Stichtag der Zustimmung der beiden Hauptversammlungen wird JUMPtec in die Jahresbilanz von Kontron aufgenommen.
Komplementäre Technologien und Märkte:
Beide Unternehmen beschäftigen zusammen rund 1.400 Mitarbeiter und sind seit Jahren mit durchschnittlichen Zuwachsraten von 100 Prozent sehr erfolgreich in angrenzenden Marktsegmenten der miniaturisierten Computer tätig. JUMPtec ist auf embedded Components spezialisiert. Diese miniaturisierten Computer-Boards, sogenannte Binary Brains, finden vor allem Anwendung in Seriengeräten von Herstellern der verschiedensten Branchen, z. B. in der Motorelektronik von Autos, in der Medizintechnik, in Geldkartenterminals oder bei der Bildtelefonie mit ISDN. Kontron hat vor allem die nachgelagerten Embedded-Computersysteme und Applikationen für hochkomplexe industrielle Anwendungen sowie mobile Embedded Computer im Fokus.
Die industriellen Speziallösungen finden z. B. Anwendung bei der Steuerung von Neigetechnik in Hochgeschwindigkeitszügen, im Flottenmanagement sowie im Telekommunikations- und Internetbereich, hier vor allem beim gesicherten Business-to-Business-Datenverkehr, bei spezialisierten Internetanwendungen oder interaktiven Multimedia-Systemen. Damit verfügen Kontron und JUMPtec über komplementäre Technologien, die es den beiden Unternehmen nach der Fusion ermöglichen werden, als einziger Anbieter weltweit die gesamte Produktpalette von Embedded Components bis zu Embedded Systemen und Applikationen in allen gängigen Bussystemen und Formfaktoren anzubieten.
Neben dieser technologischen Komplementarität sehen die Vorstände der beiden Unternehmen mit einem Zusammenschluss auch in geografischer Hinsicht erhebliche Vorteile. JUMPtec ist vor allem in Deutschland (50 Prozent des Umsatzes) und Europa tätig, Kontron verkauft knapp 90 seiner Produkte außerhalb Deutschlands und 57 Prozent außerhalb Europas. Das Unternehmen verfügt über mehr als 20 Niederlassungen weltweit und ist vor allem in Amerika und Asien stark. Im globalen weltweiten Vertrieb sieht man daher erhebliche Synergieeffekte, ebenso wie beim gemeinsamen Einkauf, der Logistik, aber auch der Forschung und Entwicklung.
Kräftige Wachstumsimpulse:
Insgesamt erwarten die beiden Unternehmen bereits kurzfristig starke Effizienzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen als Folge der Fusion. Darüber hinaus verspricht man sich von der dann außergewöhnlichen weltweiten Marktposition weitere starke Wachstumsimpulse, zum einen durch die systematische Erschließung des Outsourcing-Bereichs, aber ebenso durch den anhaltenden Trend zur Installation intelligenter Einheiten in Maschinen und Anlagen sowie immer komplexer werdender Embedded Computer-Systeme und Applikationen.
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